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„LK Tirol – Klarheit am Teller: Herkunftskennzeichnung unumgänglich!“

LK Tirol, 20. Dezember 2019

LK-Präsident Hechenberger fordert, endlich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie bei verarbeiteten Produkten im Lebensmittelhandel umzusetzen. Das brächte Vorteile für alle.

Kalbsschnitzel, Tafelspitz, Backhendl und Co. sind österreichische Küchenklassiker. Die verwendeten Zutaten haben aber oft nichts mit „heimischen“ Spezialitäten zu tun. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es unmöglich nachzuvollziehen, woher Eier, Milch und Fleisch kommen. Das gehört geändert – sowohl in Gastronomie und öffentlichen Großküchen als auch im Lebensmittelhandel und der verarbeitenden Industrie.
 

Hechenberger_Die-Fotografen300px.jpgÖsterreich ist ein Player am globalen Markt. Ob die Landwirte wollen oder nicht, konkurrieren sie mit internationalen Agrarriesen, wo Produktionsbedingungen und -kosten keinesfalls mit jenen in Österreich vergleichbar sind.

„Gerade beim Kalbfleisch merken wir derzeit einen enormen Preisdruck. Ohne Herkunftskennzeichnung haben wir da keine Überlebenschance“, zeichnet LK-Präsident Josef Hechenberger ein drastisches Bild. „Bei uns werden die Tiere mit Milch aufgezogen, wachsen langsamer und werden in kleineren Einheiten gehalten. Das kostet. Wenn dann bei der Deklarierung nirgends zu vermerken ist, dass für das Kalbsschnitzel billigeres, ausländisches Fleisch aus Holland oder Polen verwendet wird, werden Konsumenten außen vor gelassen und Kaufentscheidungen weiter nur anhand des Preises getroffen!“, so Hechenberger weiter. Dass auch Gastronomen und Großküchen wirtschaft- lich arbeiten müssen, ist sich Hechenberger bewusst, aber: „Je nach aktuellem Marktpreis reden wir hier von rund 50 Cent Mehrpreis pro Schnitzel!“

Bewusste Ernährung nur durch bewusste Entscheidungen möglich

Immer wieder wird seitens der Medizin zu bewussterer Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aufgerufen. Gerade der zu häufige Konsum von Fleisch und Wurst wird dabei kritisiert. Auch hier würde die Herkunftskennzeichnung eine Verbesserung bewirken, ist sich LK-Präsident Josef Hechenberger sicher: „Wenn auf den Speisekarten und auf den Verpackungen deklariert werden müsste, woher die einzelnen Zutaten kommen, würde manche Speisenwahl wahrscheinlich anders ausfallen. Auch angesichts der aktuellen Klimathematik sollten wir überdenken, ob es täglich Fleisch sein muss, das tausende Kilometer hinter sich hat! Lieber nur ein-, zweimal die Woche Fleisch, dafür aus heimischer Qualitätsproduktion!“

Vorteile für alle Bereiche

Für den Kammerpräsidenten führt daher kein Weg an einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung vorbei: „Jeder hat ein Recht zu wissen, woher die von ihm konsumierten Lebensmittel kommen. Wenn wir diese Transparenz haben, sehe ich vielfältige Vorteile für alle Beteiligten!“

Kontakt Öffentlichkeitsarbeit:

Mag. Judith Haaser, Tel. +43 5 92 92-1050, judith.haaser@lk-tirol.at

 

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